dk-logo

Kleine Kobolde Ellerhoop e.V.

Dorfstraße 5, 25373 Ellerhoop, 04120 - 572

 

 

 

baum_mail

Konzeption

zum Inhaltsverzeichnis

 

7. Krippe

 

7.1. Eingewöhnung

7.2. Tagesablauf

7.3. Veranstaltungen / Feste

7.4. Was machen die Krippenkinder

7.5. Rituale

7.6. Essen

7.7. Von der Windel zur Toilette (Trockenwerden)

7.8. Kleidung

7.9. Übergang zum Elementarbereich

7.10. Dokumentation

 

 

7.1. Eingewöhnung

 

Mit den Einstieg in die Krippengruppe beginnt insbesondere für die ganz Kleinen ein großer Schritt des Loslassens und des Aufbaus einer vertrauensvollen Beziehung zu einer weiteren Bezugsperson. Diese Beziehung kann nur langsam und mit viel gegenseitigem Vertrauen stattfinden.
Daher ist es wichtig, Zeit und Geduld mitzubringen, um die Eingewöhnung für das Krippenkind eng zu begleiten.
Mit dem ersten Tag an versuchen wir das Kind mit in das Gruppengeschehen einzubinden. Das Kind weiß immer, wo das Elternteil sich befindet und darf jederzeit zu ihm hin. Wichtig ist jedoch, dass sich das Elternteil am Rand des Gruppengeschehens befindet, damit das Kind eine Bindung zu uns aufbauen kann.
Der erste Tag endet spätestens vor dem Mittagessen. Wenn wir das Gefühl haben, das Kind hat genug Eindrücke für den Anfang, können die ersten Tage auch im Laufe des Vormittags enden.

Wann das erste Mal das Kind für kurze Zeit (am Vormittag) alleine bei uns bleibt, wird mit den Eltern besprochen, kann aber auch spontan stattfinden, je nachdem wie wir das Kind einschätzen.
Ab dem zweiten Tag können die Kinder mit uns zusammen essen, während die Eltern draußen warten. Danach endet in der Regel der zweite Kindergartentag.
Diese Zeiten werden langsam ausgedehnt. In welchem Tempo und welcher Reihenfolge ist individuell und wird mit den Eltern besprochen. Diese Phase der Eingewöhnung nimmt in der Regel bis zu 2 Wochen Zeit in Anspruch.
Nach dieser Phase schlafen die Kinder meistens in der Krippe.

 

 

7.2. Tagesablauf

 

Frühdienst

 

07.00 – 8.00 Uhr

Bringzeit und offenes Frühstück

 

08.00 – 09.00 Uhr

Morgenkreis

 

09.00 Uhr

Spielen, raus gehen, Spazieren gehen offenes Angebot, etc

 

bis 11.00 Uhr

Mittagessen

 

11.00 Uhr

schlafen / Ruhephase

 

12.00 – 13:30 Uhr

Abholzeit

 

14.00 bis 15.00 Uhr

gemeinsamer Spätdienst mit den Elementarkindern / Familiengruppe

 

ab 15.00 Uhr

 

 

7.3. Veranstaltungen / Feste

 

Geburtstage:
Beim Frühstück wird das Geburtstagskind schon mit einem Luftballon an seinem Stuhl und einer Kerze begrüßt. Das Geburtstagskind bringt eine leckere Kleinigkeit für alle mit, die wir bei der Feier am Vormittag gemeinsam essen. Es wird gesungen und ein kleines Geschenk ausgepackt.

Advent:
Es gibt einen gemeinsamen Adventskalender, jeden Tag wird ein „Türchen“ geöffnet. Im Morgenkreis wird ausgewählt, wer heute dran ist.

Weihnachtscafé:
Im Dezember laden wir alle Eltern und Geschwister zum gemeinsamen Weihnachtscafé ein. Jeder bringt eine Kleinigkeit von Zuhause mit, und wir machen uns in unserem Gruppenraum einen schönen Nachmittag in weihnachtlicher Atmosphäre.

 

 

7.4. Was machen die Krippenkinder

 

Dorf erkunden:
Die kleinen Riesen haben einen Bollerwagen, der Platz für 6 – 7 Kinder bietet. Damit machen wir Spaziergänge durchs Dorf. Die größeren Kinder erzählen, wo sie wohnen und welche Wege sie schon kennen. Wir schauen, ob die Pferde, Kühe und Schafe auf den Weiden sind.

Ein häufiges Ziel ist das Feuerwehrhaus und der dahinter liegende Sportplatz.
„Große“ Kinder laufen und sollen mit uns auf den Straßenverkehr achten und beim Überqueren der Straße lernen, sich an die Verkehrsregeln zu halten und sich daran erinnern.

Freispiel:
Kinder im Krippenalter sind kleine Forscher, die ihre Welt um sich herum in ihrem eigenen Tempo und zu ihrer eigenen Zeit selbstbestimmt entdecken und ausprobieren wollen.
Die Kinder lernen, sich zu entscheiden und ihre eigenen Grenzen zu kennen. Sie probieren sich mit allen Sinnen aus. Sie erforschen ihre Welt nach ihrem Interesse um sich herum.
Das Freispiel schafft eine Vielzahl von Möglichkeiten, durch unterschiedliche Angebote sich eigenständig und selbstbestimmt auszuprobieren.

Ein weiterer Grund für das Freispiel in der Krippe liegt darin, dass frühkindliche Spielformen leicht umschlagen oder ihre Richtung ändern. Frühkindliches Spielen ist somit nicht planbar oder in eine bestimmte Richtung gelenkt, sondern soll durch Impulse gestärkt werden.
Der Prozess ist wichtig: „Der Weg ist das Ziel“.

Alles lernen ist Erfahrungslernen und findet spielerisch statt.
Bestehende Spielangebote in der Gruppe sind bei uns z.B.:

- Bauecke
- Puppenecke
- Bewegungsecke
- verschiedene Fahrzeuge
- Bausteine
- Malutensilien und verschiedenes Bastelmaterialien
- Puzzle
- unterschiedliche Bälle

Wir versuchen durch unsere verschiedenen Angebote, den Kindern vielfältige Möglichkeiten anzubieten, um ihre Sinne anzuregen, zu fördern, sich auszuprobieren und zu erweitern.

Diese Angebote können sein:

- Klangerfahrungen mit z.B. Alltagsmaterialien
- Kneten
- Sandspiele
- Singen
- Malen mit verschiedenen Materialien, aus der Natur oder mit  Alltagsgegenständen
- Bauen und Konstruieren mit großen Pappkartons
- Wasserspiele
- Wetterabhängig ein Tag in der Natur / Wir erkunden das Dorf
- Spielen auf dem Außengelände und auf dem Schulhof

Selbstbildung:
Wir unterstützen die Kinder darin, ihre Gefühle auszudrücken und gehen auf ihre Bedürfnisse nach Nähe und Zuwendung ein. Wir möchten, dass die Kinder sich bei uns sicher fühlen und ihren Gefühlen wie Wut und Trauer genauso wie Freude und Stolz, Ausdruck verleihen und sie zeigen können. Uns ist es wichtig, dass die Kinder ihre Gefühle und die der anderen wahrnehmen, sowie die eigenen Grenzen und die der anderen erkennen, respektieren und deutlich machen. Darin unterstützen wir sie. Schon die kleinsten Kinder haben Konflikte untereinander. Hier ermutigen wir die Kinder, diese zu klären und für sich und ihre eigenen Interessen einzustehen.
Der Entwicklungsstand, gerade im sprachlichen Bereich, ist in der Krippe sehr unterschiedlich. Das erschwert z.B. die Klärung eines Konfliktes oder das Begründen der Trauer, Wut, etc. auf der sprachlichen Ebene.
 

 

 

7.5. Rituale

 

Jeden Tag beginnen wir mit einem Morgenkreis. Dieser fängt immer mit dem gleichen Begrüßungslied an, in dem jeder namentlich angesprochen wird. Er endet immer mit dem selben Abzählreim. Im Morgenkreis wird der Tag besprochen, wenn etwas Besonderes anliegt, die Kinder können erzählen, wir singen und tanzen. Im Advent wird jeden Tag ein „Türchen“ geöffnet. Die Kinder gestalten den Morgenkreis mit.

 

 

7.6. Essen

 

Das Frühstück ist offen. Jeder bringt sich sein Essen mit. Die Erzieher schneiden zum Frühstück frisches Obst und Gemüse, das die Eltern für die ganze Woche mitbringen. So gibt es eine große Auswahl und Vielfalt.
Montags, mittwochs und freitags bieten wir Cornflakes, Haferflocken und Kinder- Früchtemüsli an. Manchmal gibt es Naturjoghurt dazu.
Am Mittagessen nehmen auch die Erzieher teil - aus Gesellschaft und Vorbild.
Das Essen wird in kleinen Schüsseln auf den Tischen verteilt, die größeren Kinder füllen sich selber auf und bekommen Messer zum Zerkleinern. Sie sollen lernen selber einzuschätzen, wie viel sie essen möchten und was sie schaffen. Sie sollen darauf achten, dass alle an ihrem Tisch etwas abbekommen. Es wird geübt, mit dem Messer Kartoffeln etc. klein zu schneiden, sich selber Wasser in den Becher zu füllen und aus diesem zu trinken. Die Kinder werden immer wieder ermutigt und bestärkt, dies zu versuchen und nicht aufzugeben. Sie werden zum Essen motiviert und zum Ausprobieren animiert.

- „Hilf mir, es selbst zu tun“ – (Maria Montessori)

Die kleineren Kinder werden teilweise / zeitweilig gefüttert und beim Selberessen unterstützt. Sie bekommen ihr eigenes Besteck und probieren sich aus. Die Hände als erstes Werkzeug kommen und sollen auch viel zum Einsatz kommen.
Jedes Kind, soweit wie möglich, soll nach dem Essen sein Geschirr abräumen und auf den Wagen stellen.
 

 

 

7.7. Von der Windel zur Toilette (Trockenwerden)

 

Kinder lernen und erfahren von der Geburt bis zum heutigen Zeitpunkt, eine ganze Menge und das, aus freiem Willen heraus. So ist das auch mit dem Trockenwerden, denn alle Kinder wollen wachsen. Doch um trocken zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Das sind einmal körperliche Voraussetzungen, von der körperlichen Entwicklung des Kindes aus und parallel von ihrer Umwelt.
Als erstes ist es wichtig zu wissen, die Kinder nicht unter Druck zu setzen. Denn Druck verursacht das Gegenteil, von dem was man möchte. Darum ist es für uns in der Krippe wichtig, den Druck des Trockenwerdens zu nehmen, und sie Schritt für Schritt ihres individuellen Trockenwerdens zu begleiten und zu unterstützen.
Sobald das einzelne Kind uns dessen Bedürfnis signalisiert, beginnen wir es in langsamen Schritten mit dem Töpfchen vertraut zu machen. Dieses beginnt in der Regel mit 2 1/2 Jahren, denn dann etwa beginnt bei einem Kind die eigenständige Kontrolle über den Schließmuskel von Blase und Darm.

 

 

7.8. Kleidung

 

Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich frei zu bewegen und sich auszuprobieren, ist die richtige Kleidung wichtig. Die Kleidung sollte passen, nicht rutschen, das Kind nicht einengen oder es in seiner Bewegung einschränken.
Die Kleidung darf bei uns dreckig werden! Die Kinder spielen ohne darüber nachzudenken, dass sie schmutzig oder nass werden, sie sind in das Hier und Jetzt vertieft. Die Kinder können bei jedem Wetter draußen spielen, auch hier ist passende, wetterentsprechende Kleidung nötig.

 

 

7.9. Übergang zum Elementarbereich

 

Die Krippenkinder haben schon früh Kontakt zu den Erzieherinnen sowie zu den Räumlichkeiten im Elementarbereich. Im Früh- und Spätdienst begegnen sie sich. Wir holen in Begleitung einiger Krippenkinder etwas aus den Räumlichkeiten des Kindergartens oder Erzieher aus dem Elementbereich bringen etwas in die Krippe.
Die Krippenkinder gehen auch manchmal auf dem Schulhof spielen, wenn die Kindergartenkinder draußen sind. 3 Monate bevor das Kind in den Elementarbereich wechselt, fangen wir mit einem regelmäßigen Besuch im Kindergarten an.

Einmal die Woche geht das zukünftige Elementarkind in seine zukünftige Gruppe. Es wird von einer Erzieherin in der Krippe abgeholt und nach 1 – 2 Stunden wieder zurück gebracht. An diesen Vormittagen gehen sie in die Turnhalle oder machen etwas in kleinen Gruppen.
Im nächsten Schritt wird der Vormiitag ausgedehnt und das zukünftige Elementarkind besucht auch die Mittagsgruppe.

Im dritten Schritt wird das Kind von den Eltern an einem Tag der Woche schon morgens in die zukünftige Gruppe gebracht und es verbringt dort den ganzen Kindergartentag. In der letzten Wochen vor dem Wechsel wird dies auf zwei Tage ausgeweitet.
Somit ist ein langsamer Übergang von der Krippe in den Elementarbereich möglich.

Die Besuchstage im Kindergarten werden im Krippenkalender, sichtbar für die Kinder, besonders markiert. Im Morgenkreis machen wir die Kinder auf die bevorstehenden Besuche aufmerksam.
Am letzten Tag in der Krippe feiern wir in der Gruppe Abschied.

 

 

7.10. Dokumentation

 

Die Beobachtung ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Sie findet regelmäßig und in den unterschiedlichsten Situationen statt.
Innerhalb der Krippe halten wir die einzelnen Entwicklungsschritte der Kinder anhand von Fotos in sogenannte Fotosammelalben fest. Ein Tagebuch des Lernens, das die Geschichte von Anfang an erzählt (in Bildern) – auch Portfolio genannt.
Jedes Krippenkind erhält zu Beginn seiner Krippenzeit einen eigenen Portfolioordner, der mit dessen Namen und Foto versehen ist.
Einmal im Jahr oder nach Bedarf führen wir Elterngespräche, in denen wir uns über den aktuellen Entwicklungsstand der Kinder austauschen.
Zum Ende der Krippenzeit bekommen die Kinder ihren Portfolioordner mit nach Hause.

 

zurück

line-blgr-q 

Copyright  © 2016         Aktualisiert: 14.6.2016

 

Impressum